Filme online schauen und im Unterricht einsetzen

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In seiner neuen Publikation „Filme online. Angebote und Perspektiven” zeigt Dr. Matthias Wörther auf, welche Möglichkeiten es gibt, im Internet Filme anzuschauen und für die weitere Verwendung abzuspeichern. Das Spektrum reicht dabei vom bekannten kirchlichen Download-Medienportal über Youtube bis hin zu einer Website, die über die Mediatheken der Fernsehsender informiert.

„Die vorliegende Broschüre beschäftigt sich unter dem Motto ‚Download und Streaming‘ mit den Veränderungen bei der Distribution von Filmen. Im Blick sind dabei vor allem deren Auswirkungen auf den Einsatz der ehedem so genannten ‚audiovisuellen Medien‘ im Bildungsbereich. Staatliche Bildstellen und kirchliche Medienzentralen waren lange Zeit die Hauptquellen für Filme mit dem Recht zur nicht-gewerblichen öffentlichen Vorführung. Auch definierten sie durch ihre Auswahlverfahren den Qualitätsstandard der Medien etwa für den Religionsunterricht. Inzwischen ist nicht nur hier alles in Bewegung. Einige Aspekte dieses Umbruchs sind:

1) Die durch die Digitalisierung notwendig gewordene Revision des Urheberrechtes. Sie ist noch lange nicht abgeschlossen und umfasst zahlreiche strittige Fragen.
2) Der Wandel in der Distribution von Filmen, der sowohl technische als auch nutzerbezogene Aspekte hat.
3) Die mit dem Schlagwort ‚Iconic Turn‘ bezeichnete Vorherrschaft und immer unüberschaubarer werdende Fülle (‚Flut‘) an Bildmedien.
4) Die Interdependenz und Konvertierbarkeit medialer Formate: Ein Film in digitalisierter Form lässt sich auf dem Handy, dem Smartfernseher, dem Computer, auf DVD als Datei, im Kino usw. konsumieren, distribuieren, vermarkten …
5) Die verlustfreie Kopierbarkeit und der mit geringem Aufwand mögliche gestaltende (‚kreative‘) Zugriff auf Film (Schnitt, Neuvertonung, Kompilation usw.).
6) Die veränderte Rezeption von Filmen (und Musik): Als Ganzes, in Ausschnitten, in verschiedensten Umfeldern, im direkten Vergleich innerhalb der Genres und quer durch sie hindurch …
7) Neue Vorstellungen von allgemeiner Teilhabe an kulturellen Gütern und deren kostenloser Nutzung für alle (Open Educational Resources, Fair Use, Creative Commons usw.)
8) Die Entstehung eines speicherbasierten visuellen Gedächtnisses, das von Werbeclips bis zu Filmklassikern ‘alles‘ enthält, bewahrt und zitierbar macht …“

Gastautor: Thomas Belke, Leiter der Mediathek für Pastoral und Religionspädagogik im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg

Lesen Sie auch den Blog des Referates Medienpastoral: SENDE-ZEIT.de

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