Hungern im Netz

In verschieden Websites, Foren, Blogs zu sozialen Netzwerken und Videoportalen werden Essstörungen als Lifestyle gelebt. In so genannten Pro-Ana oder Pro-Mia Gruppen bestärken sich Jugendlichen in ihrem krankhaften Essverhalten gegenseitig. Ein Einblick in eine gefährliche Parallelwelt.

Schon im Gruppennamen wird deutlich, wer sich in diesen Gruppen zusammenschließt. In den Pro-Ana (von Anorexia Nervosa) und Pro-Mia (von Bulimia nervosa) Gruppen vernetzen sich Jugendliche mit Essstörungen. In den Beiträgen werden Essstörungen verharmlost und besonders dünne Mädchen als Vorbilder glorifiziert. Über die Netzwerke suchen sich die Jugendlichen ihren Anabuddy oder geben sich gegenseitige thinspirations um sich so in ihrem Magerwahn gegenseitig zu bestärken. Die Initiative jugendschutz.net hat recherchiert, dass es allein bei Instagram rund 90.000 Beiträge unter dem Hashtag #anabuddy kursieren. Einen Eindruck der Szene vermittelt der ebenfalls von dieser Initiative veröffentliche Bericht Propagierung von Selbstgefährdung im Social Web.

Lehrkräfte und Eltern, die mit dem Themenfeld Essstörungen im Internet konfrontiert sind, bekommen mit der kostenlosen Broschüre des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend handfeste Informationen über Symptome, Gefahren und Beratungsstellen an die Hand. Noch umfangreicher Informiert eine eigene Internetseite zum Thema Essstörungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Neben den Videos Folge 7 und 4 der Reihe truth be told bietet klicksafe.de einen eigene Themenbereich zum Thema Verherrlichung von Essstörungen an, der unter anderem auch aufzeigt, wie gefährdende Inhalte gemeldet werden können.

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